Übergänge im menschlichen Leben

Geburt, Initiation, Hochzeit und Tod in aussereuropäischen Gesellschaften


Ko-Autorin: Verena Münzer

Der Lebenslauf des Menschen ist in einzelne Phasen gegliedert, die von den so genannten Übergangsriten begleitet werden.
A. van Gennep hat die Struktur dieser Riten aufgezeigt: Nach den Riten der Trennung, die das Individuum aus seinem früheren Lebensabschnitt herauslösen, erfolgt eine mehr oder weniger lange Übergangszeit. In dieser Zeit gilt der Mensch als besonders gefährdet, denn nun befindet er sich sozusagen im "Niemands-
land". Durch die Riten der Einfügung wird er in den neuen Lebensabschnitt integriert, der immer auch mit einer neuen sozialen Rolle verbunden ist. Die Autorinnen gehen kultur-
vergleichend mit Text und Bild diesen Riten bei ausser-
europäischen Völkern nach.

Völkerkundemuseum der Universität Zürich, Zürich 1980
(235 Seiten, 133 Schwarweiss- und 4 Farbabbildungen)

Die verborgene Wirklichkeit – The hidden reality

Drei äthiopische Maler der Gegenwart – Three contemporary Ethiopian artists


Das reich illustrierte Buch gibt einen kurzen Überblick über Kultur, Geschichte und Malerei von den Anfängen bis zur Gegenwart. Ein ausführlicheres Kapitel ist der Fine Arts School gewidmet, die 1958 ihre Tore öffnete und seit 1998 der Addis Abeba University angeschlossen ist. Drei akademische Künstler, Zerihun Yetmgeta, Girmay Hiwet und Worku Goshu werden mit ihren Biographien und ausgewählten Werken vorgestellt, zu denen sie der Autorin ihre Kommentare geliefert haben.

Völkerkundemuseum der Universität Zürich, Zürich 1989
(214 Seiten, 1 Karte, 127 teils farbige Illustrationen)
ISBN 3-909105-1-4

Beduinen im Negev

Vom Zelt ins Haus


Die ursprünglich als Vollnomaden lebenden Beduinen wurden bereits Ende des letzten Jahrhunderts von den Osmanen (1516–1917) und später von den britischen Behörden (1917–1948) zu einer halbnomadischen Lebensweise gedrängt und nach der Gründung des Staates Israel 1948 in staatlichen Siedlungen zur Sesshaftigkeit gezwungen. Der konsequente Ansiedlungs- und Modernisierungsprozess hat ihre Kultur und Gesellschaft verändert. Der vorliegende, reich illustrierte Text- und Bildband dokumentiert diesen Wandel.

Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 1998
(336 Seiten, ca. 340 teils farbige Illustrationen)
ISBN 3-85823-699-3

Prunk und Pracht am Hofe Menileks – Majesty and Magnificence at the Court of Menilek

Alfred Ilgs Äthiopien um 1900 – Alfred Ilg's Ethiopia around 1900


Alfred Ilg weilte von 1879 bis 1906 in Äthiopien, wo er als Ingenieur und Staatsrat eng mit dem damaligen Kaiser Menilek II. zusam-menarbeitete. Trotz seiner vielfätigen Aufgaben – er war unter anderem für den Bau der Eisenbahn von Djibouti nach Addis Ababa zuständig – trug Alfred Ilg während dieser Zeit eine rund 700 Objekte umfassende ethnographische Sammlung zusammen und schuf ein fotografisches Werk von ca. 1000 Bromsilbergelatine-Trockenplatten und stereoskopischen Glasdiapositiven. Beide Sammlungen befinden sich im Völkerkundemuseum der Universität Zürich.

Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2004
(261 Seiten in deutscher und englischer Sprache, 3 Karten,
40 Schwarzweiss- und 177 Farbabbildungen)
ISBN 3-03823-089-8

Heilige und Helden

Äthiopiens zeitgenössische Malerei im traditionellen Stil


Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich besitzt eine hervorragende Sammlung zeitgenössischer äthiopischer Malereien im traditionellen Stil. Dieser Band gibt einen einzigartigen Einblick in die idealisierte und heroische Welt der Vergangenheit, die Künstler aus Äthiopien mit Pinsel und Farbe auf die Leinwand bannen.

Verlag NZZ Libro, Zürich 2006
(196 Seiten, 78 Farbabbildungen)
ISBN 978-3-03823-223-0

Willkommene Kunst?

Druckgrafiken aus Kanada und Äthiopien


Ko-Aautor: Peter R. Gerber

In dieser Publikation blicken wir auf ein spezielles Thema in der Geschichte des Völkerkundemuseums der Universität Zürich zurück, das 1964 seinen Anfang nahm und in den 80er und 90er Jahren einen Schwerpunkt am Museum bildete. Damals wurde weltweit in vielen völkerkundlichen Museen debattiert, inwieweit aussereuropäisches Kunstschaffen – "zeitgenössische Kunst im traditionellen oder akademischen Stil" – in die Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit der Museen einzubauen sei. Im Völker- kundemuseum wurden in dieser Zeit mehrere Ausstellungen gezeigt, die wir zum Teil übernommen oder selber realisiert haben. Im Katalogteil der vorliegenden Publikation – und in der dazu- gehörenden neuen Ausstellung – präsentieren wir drei kleinere Sammlungen, die noch nie ausgestellt worden sind. Somit widmen wir uns nach über zwanzig Jahren erneut der Thematik "ausser- europäische Kunst". Dazu haben wir auch Kuratorinnen und Kuratoren in andern deutschsprachigen Völkerkundemuseen gefragt, wie sie heutzutage mit dem Thema umgehen. Bei den drei Sammlungen handelt es sich um sehr frühe Drucke kanadischer Inuit aus Cape Dorset und Povungnituk vom Beginn der 1960er Jahre, um Drucke von Cree- und Ojibwa-Künstlern der so genannten "Waldland-Schule" aus den 1970er Jahren sowie um Drucke des äthiopischen Künstlers Falaka Armide Yimer von 1970–72.

Völkerkundemuseum der Universität Zürich, Zürich 2010
(84 Seiten, 43 Abbildungen, 3 Karten)
ISBN 978-3-909105-53-3

Getachew Yossef – Love and Peace

Getachew Yossef Hagoss, Contemporary Ethiopian Artist


Herausgeber: Peter R. Gerber

Der biographische Katalog ist in Englisch geschrieben, enthält einen Überblick über die moderne Malerei in Addis Ababa, einen kurzen Beitrag von Yonas Tarekegn über Getachews Schaffen zwischen 2009 und 2013 und ist reich bebildert, vor allem mit Werken des Künstlers (Fotos von Peter R. Gerber und Samson Meressa). Der Katalog wurde von Samson Meressa gestaltete und von der Laphto Art Gallery in Addis Ababa publiziert.

Laphto Art Gallery, Addis Ababa 2014
(76 Seiten, 67 Farbabbildungen)
ISBN 978-99944-975-7-7
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Der Künstler Tibebe Terffa / The Artist Tibebe Terffa

Von Äthiopien in die Welt / From Ethiopia into the World


Ko-Autor: Peter R. Gerber

Tibebe Terffa ist einer der bekanntesten äthiopischen
Künstler. Er wurde 1948 in der muslimischen Stadt
Harar geboren; allerdings waren seine Eltern katholische beziehungsweise orthodoxe Christen. Er besuchte von 1968–1973 die Fine Arts School in Addis Ababa und arbeitet seit 1984 als freischaffender Maler. Zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn gehörten Impressionen aus Harar zu seinen bevorzugten Motiven, weshalb er in den 1980er Jahren oft als ‚Harari Maler’ bezeichnet wurde. In den letzten Jahrzehnten verschoben sich seine Malereien
immer mehr in Richtung abstrakter Kunst, sodass er als ‚Welt-Künstler’ betrachtet werden kann. Um einen Blick in den reichen kulturellen Hintergrund des Landes zu gewähren, in dem Tibebe Terffa eingebettet ist, gibt das Buch auch einen kurzen Überblick über die Maltraditionen Äthiopiens.

Tibebe Terffa is one of the best-known Ethiopian artists. He was born in the Muslim city of Harar in 1948, although his parents were a Catholic and an Orthodox Christian. He attended the Fine Arts School in Addis Ababa from 1968–1973 and he has been working as a studio artist since 1984. At the beginning of his artistic career, he focused on impressions of the city of Harar and, up until the 1980s, Tibebe Terffa was known as the ‘Harari Painter’. Over recent decades his paintings have shifted more towards abstract art, to the extent that he can now be considered a ‘world artist’. In order to present an insight into the rich cultural background of the country, in which Tibebe Terffa is embedded, this book provides also a short overview of the painting traditions of Ethiopia.

Michael Imhof Verlag, D-36100 Petersberg
(128 Seiten, 88 Farbbilder)
ISBN 978-3-7319-0576-9
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Alfred Ilg

Ein Thurgauer Ingenieur als Staatsminister in Äthiopien


Ko-Autoren: Hans Brunschweiler und Peter R. Gerber
mit Beiträgen von Albert Bargetzi und Christoph Zinsstag

Alfred Ilg (1854–1916) ist vor über hundert Jahren verstorben, und trotzdem ist das Interesse an seiner Person und seinen Leistungen nach wie vor vorhanden. Es besteht ein wachsendes Bedürfnis, das Andenken an diesen grossen Thurgauer, einem der bedeutendsten Auslandschweizer, zu bewahren. Diesem Wunsch kommt die Alfred Ilg-Gesellschaft mit der Herausgabe dieses Buches entgegen. Darin wird versucht, die Lebenslinien und die Philosophie Ilgs nachzuzeichnen und damit seine Verdienste für Äthiopien in Erinnerung zu behalten. Möge Alfred Ilg als Vorbild für viele junge Schweizer dienen, als eine Person, die sich aus einfachen Verhältnissen zu grosser Bedeutung entwickelte. Er trug nämlich während seines langen Aufenthalts in Äthiopien (1879–1906) Entscheidendes dazu bei, das Land unter dem König von Schoa, dem späteren Kaiser Menilek II. (1889–1909), in die Neuzeit zu befördern.

Alfred Ilg-Gesellschaft, Frauenfeld 2018
(56 Seiten, 44 s/w- und 13 Farbabbildungen, 3 Karten)
ISBN 978-3-03789-022-6

Alfred Ilg

A Swiss Engineer as Councillor of State in Ethiopia


Co-Authors: Hans Brunschweiler and Peter R. Gerber
with contributions by Albert Bargetzi and Christoph Zinsstag

Alfred Ilg (1854–1916) died more than one hundred years ago; nonetheless, the interest in his life and work still endures. There is indeed a growing wish to keep alive the memory of this great man from the Canton of Thurgau, one of the most important Swiss expatriates. The publication of this book by the Alfred Ilg Society is a step toward fulfilling this wish. This present work endeavors to trace Ilg’s life and philosophy, and so to commit his service to Ethiopia to memory. May Alfred Ilg be a role model for many young Swiss as someone who, from a simple family background, rose to great importance and played a decisive role during his long stay (1879–1906) in helping Ethiopia move towards a modern society under the King of Shoa, the later emperor Menilek II (1889–1909).

Alfred Ilg Society, Frauenfeld 2018
(48 pages, 43 b/w- and 12 colour photos, 3 maps)
ISBN 978-3-03789-023-3